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 Děčín - Roudnice nad Labem - Zlonice - Louny - Ústí nad Labem - Děčín 28.04.2011 
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163 099 mit Os 6819 Děčín hl.n. - Most in Děčín hl.n., im Hintergrund 162 013 mit R 783 Děčín hl.n. - Praha hl.n. und DB 642 144 als Os 21006 Děčín hl.n. - Dolní Žleb

Willkommen zurück in Nordböhmen! Auf dieser Fahrt drehen wir eine große Runde durch die geografische Mitte des Ústecký kraj: Von Děčín aus führt die Reise elbaufwärts bis Roudnice nad Labem. Dort verlassen wir das Elbtal, fahren westwärts über Nebenbahnen bis Zlonice in Mittelböhmen und schließlich über Louny, Most und Ústí nad Labem zurück nach Děčín.

Was gibt es neues in Děčín? Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 werden die Züge des Elbe-Labe-Sprinters nach Bad Schandau nicht mehr Montag bis Freitag mit den Brotbüchsen der Baureihe 810 bzw. am Wochenende mit den Liegewagengarnituren und den Loks der Baureihe 371 bespannt. Stattdessen fahren jetzt DB-Dieseltriebwagen der Baureihe 642, die bereits seit ein paar Jahren mit dem RE "BOHEMICA" Dresden Hbf - Litoměřice město in dieser Gegend zu sehen sind.

Mit dem von 162 013 bespannten Schnellzug nach Praha verlassen wir Děčín. Über Ústí nad Labem und vorbei an der Porta Bohemica fahren wir südwärts. Hinter Lovosice folgt die Bahnstrecke für eine Weile nicht mehr dem Flußlauf der Labe (Elbe), sondern führt relativ geradlining durch eine flache Ebene. Auf der in Fahrtrichtung linken Seite ist in einiger Entfernung das Panorama von Litoměřice zu sehen. Kurz vor Roudnice nad Labem treffen die KBS 090 und der Fluß wieder zusammen, die Bahnstrecke verläuft nun direkt am Flußufer entlang.

Roudnice nad Labem ist eine ansehnliche Kleinstadt mit etwa 13000 Einwohnern. Das Zentrum der Stadt, der Karlovo náměstí (Karlsplatz) befindet sich nur ein paar Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Auf dessen Westseite befindet sich eine hübsch gestaltete Häuserzeile mit dem an einen großen Taubenschlag erinnernden städtischen Wachturm im Hintergrund, direkt gegenüber auf der anderen Seite findet man das im 17. Jahrhundert erbaute Schloss.

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471 037 als Os 6911 Ústí nad Labem hl.n. - Praha Masarykovo n. in Roudnice nad Labem

Der relativ langgezogene Bahnhof Roudnice nad Labem liegt in einer leichten Kurve direkt am Elbufer der durch den Fluß nach Norden begrenzten Stadt. Unmittelbar westlich führt eine Straßenbrücke über die Labe (Elbe), die eine ähnliche Höhe besitzt wie ihr Pendant in Litoměřice. Auf dem Bild ist sie im Hintergrund zu sehen.

Einige der Stadtelefanten der Baureihe 471 fahren derzeit in etwas zusammengewürfelt aussehenden Kombinationen herum, die aufgrund der zum Teil unterschiedlichen Lackierungen der verschiedenen Bauserien kein einheitliches Bild abgeben. Es gibt (oder gab) wenigstens vier solche Garnituren, ob die Zugbildung unfallbedingt oder mit Tests an den Steuerwagen zusammenhing, vermag ich nicht mehr zu sagen.

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150 203 mit R 612 "BÍLINA" Praha hl.n. - Cheb in Roudnice nad Labem

Seit Dezember 2010 kommen erstmals Lokomotiven der Baureihe 150.2 mit Schnellzügen auf der KBS 090 Praha - Děčín planmäßig zum Einsatz. Im Wechsel mit der Baureihe 162 bespannen sie die Schnellzüge von Praha nach Cheb (über Ústí nad Labem - Chomutov - Karlovy Vary) zwischen Praha und Ústí nad Labem. Die zwölf Maschinen entstanden ab 2008 durch eine Wiederertüchtigung der verbliebenen Loks der Baureihe 150 für eine Geschwindigkeit von 140 km/h. Die übrigen Loks der Baureihe 150 wurden bereits ab Mitte der 90er Jahre zur 160 km/h schnellen Baureihe 151 modernisiert. Originale 150 (früher E 499.2) existieren seit 2010 nicht mehr.

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471 067 als Os 6913 Ústí nad Labem hl.n. - Praha Masarykovo n. in Roudnice nad Labem

Dieser Stadtelefant ist ein Vertreter der bisher jüngsten Bauserie, die in der neuen Najbrt-Lackeriung unterwegs ist. Mit den Doppelstocktriebwagen werden mittlerweile alle Nahverkehrszüge (Os) zwischen Ústí nad Labem hl.n. und Praha Masarykovo nádraží (Masarykbahnhof) gefahren, die alten S-Bahn-Triebwagen der Baureihe 451 sind hier mittlerweile nicht mehr im Einsatz.

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753 772 (ex 753 344) mit Güterzug in Richtung Kralupy nad Vltavou in Roudnice nad Labem

In den Jahren 2008 bis 2010 erhielt ČD Cargo insgesamt 30 Lokomotiven der Baureihe 753.7, die bei CZ LOKO durch Modernisierung von Loks der Baureihen 750 und 753 entstanden. Die mit einem 1455 kW starken CAT-Motor ausgestatteten und 100 km/h schnellen Maschinen gehören zur sogenannten 2. Bauserie der 753.7 (753 723 bis derzeit 753 784), deren Vertreter auch bei AWT, Unipetrol Doprava (UNIDO) und TSS im Einsatz sind. Die Lokomotiven unterscheiden sich jedoch zum Teil in Details wie z.B. der Art und Anordnung der seitlichen Lüftergitter.

Nach so vielen Bildern von der Hauptstrecke wird es nun Zeit für etwas Nebenbahnromantik auf der Strecke von Roudnice über Straškov nach Zlonice. Mit 809 249, einer Najbrt-farbenen Brotbüchse, verlassen wir Roudnice nad Labem und damit auch das Elbtal. Etwa 1,5 Kilometer verläuft die Strecke noch parallel zur nach Praha führenden KBS 090, nach dem Haltepunkt Roudnice nad Labem-Bezděkov dreht sie jedoch in einer 180°-Kurve in die entgegengesetzte Richtung ab. Der Grund für diese Streckenführung ist, daß die Nebenbahn bis zur nächsten Station Roudnice nad Labem město auf etwa 4 km Länge 15 m Höhenunterschied bewältigen muss.

Roudnice nad Labem město ist ein kleiner Haltepunkt ein paar Straßen oberhalb des Karlovo náměstí (Karlsplatz) und somit keinen Kilometer Luftlinie vom Hauptbahnhof entfernt. Somit wundert es nicht, daß die meisten Leute auf dem Weg in Richtung Straškov erst hier einsteigen, anstatt den oben beschriebenen Umweg mitzufahren. Ist der Triebwagen bis hier noch überschaubar besetzt, so ändert sich die Situation nun, denn in Roudnice nad Labem město stehen etwa 20 Schulkinder und einige andere Leute. Das macht aus einem halbleeren 809 einen ziemlich vollen 809, was mich verwundert darüber nachdenken läßt, warum diese Bahnstrecke immer mal wieder als Einstellungskandidat gehandelt wird. Interessant wird die Sache in dem Moment, wo die Leute alle noch eine Fahrkarte brauchen! Da diese Linie auch noch schaffnerlos gefahren wird, bedeutet das, Fahrkarten beim Triebwagenführer zu kaufen - und das kann bei der Anzahl der Leute eine Weile dauern. So stehen wir gute 5 Minuten, bevor die Fahrt weitergeht - wohl wissend, daß laut Fahrplan in Straškov in Richtung Zlonice nur eine Umsteigezeit von 4 Minuten vorgesehen ist...

Zwei Kurven weiter erreicht der Zug den oberhalb der Stadt gelegenen Bahnhof Roudnice nad Labem-Hracholusky. Hier stehen nochmal etwa 20 Schulkinder und einige andere Leute und das Geschehene von vorhin wiederholt sich. Mal schauen, ob wir heute noch in Zlonice ankommen (eine spätere Verbindung gibt es nämlich nicht und wenn der Anschluss weg ist, dann heißt es umkehren). Nach den schon bekannten 5 min geht es weiter. Noch ein paar Häuser, dann liegt Roudnice hinter uns und es geht aufs Land. Das nächste Dort ist Kleneč, von hier verläuft die Bahnstrecke bis Vražkov parallel zur neu gebauten Autobahn durch die Felder. Entlang dieses Streckenstücks hat man einen guten Blick auf den 456 m hohen Říp, einem Tafelberg, der sich über die flache Ebene erhebt und auch ein bekannter tschechischer Wallfahrtsort ist. Einmal im Jahr fährt sogar die ČD einen Museumszug über die Bahnstrecken rund um diesen Berg.

Mit 10 Minuten Verspätung erreichen wir Straškov. Straškov ist der Kreuzungspunkt der heutigen KBS 095 Vraňany - Zlonice und 096 Roudnice nad Labem - Račiněves. Bis vor wenigen Jahren waren die Streckenäste noch getauscht, so daß die KBS 095 von Roudnice nad Labem nach Zlonice führte, die 096 entsprechend von Vraňany nach Račiněves und bis Ende 2010 noch weiter auf dem heute eingestellten Streckenstück nach Libochovice, wo man zur KBS 114 von Postoloprty nach Lovosice umsteigen konnte. Nach dem Aussteigen der Leute fährt der Triebwagen sofort weiter zu seiner Endstation, dem nahegelegenen Haltepunkt Račiněves. Ein paar Meter weiter steht aber tatsächlich noch 809 140 nach Zlonice. Ein schneller Umstieg, die Zeit für ein Bild bleibt nicht.

Auf nach Zlonice! Man möchte fast hinzufügen: solange es noch geht, denn auf den kommenden 19 Kilometern fahren nur noch zwei Zugpaare an Montag bis Freitag. Wir sind nur drei Leute im Triebwagen und ich bin gespannt, ob außer mir noch jemand in Zlonice aussteigt. Nach der Ausfahrt aus Straškov wendet sich die Strecke nach Süden und erreicht als erstes das kleine Bahnhofsgebäude von Bříza, das im aktuellen Fahrplan schon nicht mehr auftaucht. Wir fahren weiter durch die Felder. Die Haltepunkte von Loucká und Černuc liegen jeweils gut eine Kilometer abseits der Orte an Bahnübergängen.

Wie das auf nicht allzu dicht befahrenen Nebenbahnen so ist, bekommt man hin und wieder mal die heimische Fauna zu Gesicht: Rehe, Kaninchen und in diesem speziellen Fall Fasane! Was ich bisher nicht wußte ist, daß letztere zu gewissen Jahreszeiten ein gewisses Revierverhalten an den Tag legen. Geradezu erstaunlich war jedoch das eine Exemplar, welches wohl der Meinung war, die vorbeifahrende Brotbüchse aus seinem Revier vertreiben zu müssen und aus 20 Meter Entfernung zum zielgerichteten Sprint ansetzte, den es nur wenige Meter vor dem Triebwagen in einer filmreifen Kehrtwende abbrach, als das Signalhorn des 809 ertönte - wegen eines Bahnübergangs, nicht wegen dem Fasan. :-)

Nachdem die Strecke ab einem gewissen Punkt ihren Verlauf in südwestlicher Richtung geändert hat, folgen noch die kleinen Bahnhöfe bzw. Haltepunkte von Kmetiněves und Tmáň, dann sind wir in Zlonice, wo der Triebwagen vorherigem nach Halt am ortskernnahen Haltepunkt Zlonice zastávka schließlich den etwas außerhalb gelegenen Bahnhof erreicht. Hier trifft die KBS 095 auf die KBS 110 Kralupy nad Vltavou - Louny und außer mir steigt tatsächlich noch eine Person aus und in den wartenden 810 nach Kralupy nad Vltavou um.

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809 140 als Os 12382 Straškov - Zlonice in Zlonice

Bevor die Fahrt Richtung Louny weitergeht, bleibt etwa eine halbe Stunde Zeit, um endlich mal ein brauchbares Bild von einer Najbrt-farbenen Brotbüchse zu machen und sich ein wenig umzuschauen. Da hätten wir das in grau und orange gestrichene Bahnhofsgebäude mit dem gleisseitig überdachten Vordach und den Holzbänken davor. Ein paar Meter weiter steht ein kleiner Güterschuppen mit einer Laderampe, an dem zahlreiche zweiachsige gedeckte Güterwagen abgestellt sind. Die übrigen Gütergleise sind auch voll davon. Außerdem gibt es in Zlonice noch einen kleinen Lokschuppen, in dem sich ein kleines Eisenbahnmuseum befindet.

In einem rot-beigen 810 mit Beiwagen führt die Reise nordwestwärts weiter in Richtung Louny. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt und die nächsten Bahnhöfe oder Haltepunkte von Páleček, Klobuky v Čechách, Vraný, Telce und Peruc liegen allesamt am Rand der jeweiligen Dörfer. Hin und wieder verläuft die Bahnstrecke auf einer Anhöhe, von der man weit ins Land hineinschauen kann. In Peruc treffen wir auf den Gegenzug in Form des Najbrt-blauen 809 345, der als Besonderheit einen weißen anstelle des hier auf den Bildern der anderen Brotbüchsen zu sehenden dunkelgrauen Rahmens hat und demzufolge einer der ersten 809 gewesen sein muß, der in diesen Farbtopf gefallen ist. Eine richtig spektakuläre Aussicht - und zwar nach Norden auf das Böhmische Mittelgebirge - hat man jedoch auf halber Strecke zwischen den nächsten und übernächsten Halten, Vrbno nad Lesy und Chlumčany u Loun. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis Louny.

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809 677 mit Os 6110 Česká Lípa hl.n. - Postoloprty in Louny

Die Baureihe 809 ist ein Umbau von ursprünglich 28 Triebwagen der Baureihe 810, bei dem diese Mitte der 90er Jahre mit Einrichtungen für den schaffnerlosen Betrieb ausgestattet wurden. Wahrscheinlich wurde ein Teil dieser Modifikationen irgendwann wieder zurückgebaut, denn heutzutage sind alle 809, die mir bisher begegnet sind, von einem 810 auf den ersten Blick äußerlich nicht zu unterscheiden. Interessant ist, daß neuerdings einige Brotbüchsen mit Übersetzfenstern ausgestattet werden, wie man sie von den Regionova kennt. Man vergleiche die beiden Bilder oben, 809 140 hat die bisherigen Klappfenster, 809 677 die neuen Übersetzfenster. Auffällig ist auch, das fast alle in Rakovník stationierten 809, die u.a. auch auf den KBS 095 und 096 eingesetzt werden, bereits in den Najbrt-Farben unterwegs sind. In anderen Landesteilen sind blau-weiße Brotbüchsen nach wie vor eher eine Seltenheit.

Wie sich im Nachhinein herausstellen sollte, ist die Aufnahme aus Louny mittlerweile auch schon historisch: Die durchgehenden Züge von Česká Lípa nach Postoloprty wurden ab Juni 2011 auf die Baureihe 814.0 (Regionova) umgestellt.

Um von Louny nach Ústí nad Labem zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man fährt über die KBS 114 via Libochovice nach Lovosice und von dort auf der KBS 090 wieder das Elbtal entlang oder man fährt über die von Rakovník kommende KBS 126 nach Most und von dort über die KBS 130 (von Chomutov) via Bílina und Teplice. Da, wie man auf den Bildern sieht, uns seit Zlonice ein Regengebiet verfolgt, entscheiden wir uns für die schnellere Variante über Most.

In einem Regionova verlassen wir Louny in nordwestlicher Richtung, gleich hinter dem Bahnhof wird die Ohře (Eger) überquert. In einiger Entfernung ist die St. Nikolaus-Kirche zu sehen, die aufgrund ihrer vielen Türme das wahrscheinlich bekannteste Wahrzeichen von Louny ist. Vorbei an Dobroměřice, Lenešice, Břvany und Bečov u Mostu führt die Strecke nach Norden, um schließlich etwa einen Kilometer südlich von Sedlec u Obrnic mit der KBS 123 aus Richtung Žatec - Postoloprty und der seit 2007 nicht mehr im Personenvekehr befahrenen und seit 2010 stillgelegten KBS 113 aus Lovosice zusammenzukommen und viergleisig bis Obrnice zu führen. Von dort führt eine eingleisige Verbindungsbahn nach Most, wo die Fahrt auch endet.

Da uns nun entgültig die Regenwolken eingeholt haben, es aus Kannen gießt und die verspätete Abfahrt in Louny (Warten auf einen Gegenzug) den Umstieg wieder knapp werden läßt, gibt es aus Most wiederum kein Bild. Ebenso lasse ich eine Dokumentation des befahrenen Streckenabschnitts auf der KBS 130 für heute aus und wir springen gleich nach Ústí nad Labem, wo der Regen mittlerweile auch wieder aufgehört hat.

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E 499.112 (141 012) mit R 1167 Ústí nad Labem hl.n. - Děčín hl.n. in Ústí nad Labem hl.n.

Mit etwas Glück ist nach wie vor die mittlerweile über 50 Jahre alte Museumslok E 499.112 im Planeinsatz auf den mit der Baureihe 163 gefahrenen Strecken rund um Ústí nad Labem anzutreffen. Hier bespannt sie gerade den R 1167 nach Liberec, der wegen Bauarbeiten auf der KBS 081 jedoch heute in Děčín hl.n. endet, von wo es mit dem Schienenersatzverkehr weitergeht. Oberhalb des Zuges ist das Větruše-Schlösschen mit seiner neuen Seilbahnstation zu sehen.

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150 203 mit R 607 "OHŘE" Cheb - Praha hl.n. in Ústí nad Labem hl.n.

In der Zwischenzeit hat auch die 150 203, die uns bereits in Roudnice nad Labem begegnet ist, eine weitere Runde zwischen Ústí nad Labem und Praha gefahren und wird nun noch einmal einen Schnellzug aus Cheb wieder in die tschechische Hauptstadt ziehen. Zum Anfahren sind - wie im tschechischen 3 kV-Gleichstromnetz der üblich - beide Stromabnehmer gehoben.

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371 001 mit EC 179 "ALOIS NEGRELLI" Szczecin Główny - Praha hl.n. und 163 249 (ex 162 049) mit Os 6833 Děčín hl.n. - Most in Děčín hl.n.

Die letzte Etappe dieser Reise führt zurück nach Děčín. Das EuroCity-Zugpaar Praha - Dresden - Berlin - Szczecin, welches abends wieder in Tschechien eintrifft, ist eine Neuheit des Jahresfahrplans 2011. Ebenfalls relativ neu, aber schon recht verbreitet, ist eine weitere Variante des Najbrt-Farbschemas, bei dem der Rahmen und die Dachpartie dunkelgrau ausgeführt werden - hier zu sehen an der 163 249, einer der Umbauloks aus der Baureihe 162. Am Gleis 3 wird schon die Einfahrt des Nachtzuges nach Berlin (mit Kurswagen nach Amsterdam und Zürich) angezeigt und mit diesem Zug geht es durch die Nacht nach Hause.

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